Akkorde, Barré und Harmonie?

Üben, Gestalten, Präsentieren, Akkorde, Theorie usw.

Akkorde, Barré und Harmonie?

Beitragvon Beregron » Mo 05. Okt 2009, 13:27

Hallo an alle Musies...

Neben der Praktischen Überei mit der Gitarre sollte man auch ein wenig von der Harmonielehre können. Ich denke da an den Quintenzirkel und Co. (Korrigiert mich, falls ich jetzt alles durcheinander bringe)

Im Internet habe ich schon einige sehr gute Seiten entdeckt, die alle Themen rund um Noten, Transponieren, Akkordgestaltung usw. behandeln. Allerdings gehen die Seiten mir nicht genug in die Materie ein. Es ist alles so halb erklärt. Nun möchte ich gerne wissen, was ihr mir empfehlen könnt. Eine Seite, oder ein Buch um auch mit den ganzen Dingen wie Quinten, Terzen, Moll-Arten, Dur-Arten usw. klarzukommen.

Dabei stellt sich mir gerade die Frage:
Vor kurzem hatte ich eine Liste entdeckt, die ca. 4000 Akkordgriffe für die Gitarre beinhaltet. Ist die Zahl eher unwahrscheinilch oder gibt es doch so viele? Jetzt mal so, als totaler Neuling mit den verschiedenen Griffen. Wenn ich z.B. den normalen E-Dur Griff spiele und diesen jetzt einen Bund weiter verschiebe (entweder Bareè oder mit Kapo) dann müsste doch daraus ein F werden (klar. F ist ja im 1. Bund). Wenn ich dann das F (vorher E) wieder verschiebe um einen Bund wird doch dann daraus ein F#?
Soweit müsste das ja stimmen.

Obwohl ich keine Ahnung habe kann ich mir aber vorstellen, dass dann dieses Schema vom Verschieben mit jedem Akkord funktionieren würde oder? Je 1 Bund verschieben, einen Halbton rauf. Also zum Bleistift C->C#-D-D#?
Bin ich da soweit auf der richtigen Spur oder liege ich total daneben?

Wäre super wenn mir jemand etwas die ganze Theorie näher bringen könnte (für nicht-Fachleute) oder gute und vor allem "verlässliche" Quellen weiß.

Schöne Grüße
Beregron
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Re: Akkorde, Barré und Harmonie?

Beitragvon DieTanne » Mo 05. Okt 2009, 19:41

Ja, du bixg schon auf der "richtigen" Spur mit dem verschieben der Akkorde. Aus einem Am wird bei Barrè im 2. Bund ein Bm usw..
Das es so viele Akkorde gibt, ist gar nicht so unwahrscheinlich, im gegenteil, es gibt wohl noch viel mehr...
Die brauchst du aber nicht alle lernen.
Beispiel: in jedem Dur- Akkord stecken auch sus2 und sus4-Akkorde, wenn du die kennst, kannst du aus einem einfachen D-Dur schöne Abwandlungen "zaubern".

Eine hervorragende Seite für Musik-Theorie ist die hier: http://www.musiklehre.at
Da wird dir sehr viel und sehr verständlich vermittelt. Und wenn du das System der Intervalle erst einmal verstanden hast, wird vieles klar, was vorher unverständlich war.
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Re: Akkorde, Barré und Harmonie?

Beitragvon Beregron » Mo 05. Okt 2009, 22:34

Danke. Dann bin ich ja doch nicht so falsch.

Werde mir die Seite mal reinziehen. Jetzt weiß ich auch warum man Musik studieren kann^^
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Re: Akkorde, Barré und Harmonie?

Beitragvon wolveman74 » Di 06. Okt 2009, 08:54

das ist ne klasse seite

danke @die Tanne
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Re: Akkorde, Barré und Harmonie?

Beitragvon JerryCan » Di 06. Okt 2009, 09:27

Hallo Beregon,

mag ja sein, dass es 4000 Akkorde gibt. Aber IMHO bringt es nichts, möglichst viele davon auswendig zu lernen. Besser ist es, wenn man mit dem Verschieben der Fingersätze arbeitet.
Wenn Du des Englischen mächtig bist, könnte ich Dir das Buch "Fretboard Logic" empfehlen. Darin wird quasi erklärt, wie man aus fünf Grundgriffmustern durch verschieben und hinzufügen bzw. weglassen einzelner Finger so ziemlich alle Akkorde erzeugen kann. Auch der Zusammenhang zwischen den Akkorden und Tonleitern wird erläutert. - Aber eben nicht von der Musiktheorie her, sondern vom Griffmuster auf der Gitarre.

MfG

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Re: Akkorde, Barré und Harmonie?

Beitragvon tuppes » Di 06. Okt 2009, 12:04

JerryCan hat geschrieben:"Fretboard Logic"

Auch der Zusammenhang zwischen den Akkorden und Tonleitern wird erläutert. - Aber eben nicht von der Musiktheorie her, sondern vom Griffmuster auf der Gitarre.


Wie geht denn das? Ich meine, Tonleitern und Akkorde sind doch Gebilde der Musiktheorie - und noch nicht mal die elementaren. Wie kann man das ohne Theorie erklären?
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Re: Akkorde, Barré und Harmonie?

Beitragvon JerryCan » Di 06. Okt 2009, 16:29

tuppes hat geschrieben:
JerryCan hat geschrieben:"Fretboard Logic"

Auch der Zusammenhang zwischen den Akkorden und Tonleitern wird erläutert. - Aber eben nicht von der Musiktheorie her, sondern vom Griffmuster auf der Gitarre.


Wie geht denn das? Ich meine, Tonleitern und Akkorde sind doch Gebilde der Musiktheorie - und noch nicht mal die elementaren. Wie kann man das ohne Theorie erklären?


Hallo Tuppes,

mit der von Dir zitierten Bemerkung wollte ich nicht ausdrücken, dass das Buch komplett ohne Musiktheorie auskommt - sondern eher, dass hier ein etwas anderer Blickwinkel verwendet wird. Natürlich sind Tonleitern und Akkorde Teil der Musiktheorie. In "Fretboard Logic" geht es aber eher um die Umsetzung derselben auf dem Griffbrett. Und anstatt tausende von verschiedenen Griffmustern zu präsentieren, gibt es hier nur wenige grundlegende, aus denen man aber die meisten Akkorde herleiten kann. Dies ganze findet man allgemein auch unter dem Begriff CAGED-System (benannt nach den offenen Akkorden C, A, G, E und D).

MfG

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Re: Akkorde, Barré und Harmonie?

Beitragvon Beregron » Di 06. Okt 2009, 19:14

JerryCan hat geschrieben:Hallo Beregon,

mag ja sein, dass es 4000 Akkorde gibt. Aber IMHO bringt es nichts, möglichst viele davon auswendig zu lernen. Besser ist es, wenn man mit dem Verschieben der Fingersätze arbeitet.
Wenn Du des Englischen mächtig bist, könnte ich Dir das Buch "Fretboard Logic" empfehlen. Darin wird quasi erklärt, wie man aus fünf Grundgriffmustern durch verschieben und hinzufügen bzw. weglassen einzelner Finger so ziemlich alle Akkorde erzeugen kann. Auch der Zusammenhang zwischen den Akkorden und Tonleitern wird erläutert. - Aber eben nicht von der Musiktheorie her, sondern vom Griffmuster auf der Gitarre.

MfG

JerryCan



Mir geht es ja gar nicht darum, sämtliche Akkorde zu kennen, oder sagen wir z.B. 100. Meine Ursprüngliche Frage war ja, ob ich einfach die Akkorde verschieben kann, wie bei PowerChords. Aber nach einigem Überlegen und ausprobieren bin ich drauf gekommen, dass dem so ist. Also egal welchen Akkord ich verschieben (mit Bareé oder Kapo) er wird immer um einen Halbton höher. Also C-Chord wird zu C#, C# wird zu D usw.

Ich weiß, die Frage an sich war etwas ungeschickt formuliert und etwas Dumm gestellt. Ich bin auch nur darauf gekommen zu fragen, weil der Willy Astor so schöne Lieder spielt und ich wissen wollte, welche Akkorde er dafür verwendet. Aber wie JerryCan schreibt, das CAGED System hat mir sehr geholfen. Habs sogar gleich verstanden.

Nur die Stammtöne muss ich dafür noch etwas lernen.

Ich denke, ich werde mir das CAGED System eiprägen und dann dazu noch als erstes die C-Dur Skala bis rauf zum Steg und gut. Dannach kann ich ja immer noch mehr dazunehmen. Also E-Dur, A-Dur usw.

Von mir schon mal einen riesen fetten Dank an alle Antworter. Hat mir jetzt unwahrscheinlich geholfen, den Zusammenhang besser zu verstehen.

Schöne Grüße
Beregron
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Re: Akkorde, Barré und Harmonie?

Beitragvon Papa Don » Mi 14. Okt 2009, 16:39

wolveman74 hat geschrieben:das ist ne klasse seite

Für den Anfang finde ich die Seite von Mike Jastrow sehr gut. Für Fortgeschrittene die LehrKlänge, da bleibt nichts unbeantwortet. Überzeugt bin ich natürlich von dem ElektroBuch :wink:
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Re: Akkorde, Barré und Harmonie?

Beitragvon BB » Fr 16. Okt 2009, 08:09

Hallo Beregon,

zu deiner anfänglichen Frage. In meinem Buch Perfekt Songs begleiten findest du auf S. 126-143 die theoretischen Grundlagen kurz, leicht verständlich und mit Beispielen erklärt:

Unser Tonsystem
Tonhöhe, Frequenz, Gleichartige Töne, Stammtöne, Halbtonschritte, Töne auf dem Griffbrett

Akkorde
Intervalle, Bezeichnungen, Akkordaufbau, Akkordgriff, Dur und Moll, Grundstellung und Umkehrung, Basston, Slash Chords, Drei-, Vier-, Fünfklang, , Akkordsymbol

Rhythmus
Was ist Rhythmus?, Beat, Takart, Zählen (Einzählen, Mitzählen, Auszählen), Rhythmus-Pattern, Tempo

Notation
Standardnotation, Tabulatur, Rhythmusnotation, Gemeinsamkeiten

Abkürzungen, Bezeichnungen und Symbole
für Formteile, Ablauf, Dynamik, Tempo, zum Greifen und Spielen

Das Verschieben von Akkorden hast du nach den Kapiteln "Powerchords - mit der Kraft der zwei Töne" und "Barrégriffe" (Erklärung, Beispiele, Stücke und Bilder) schnell geblickt.

Noch Fragen :) ?

Grüße
Bernd
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