Tolles Buch

Konzepte zum eigenständigen und kreativen Solospiel für Fortgeschrittene

Tolles Buch

Beitragvon JerryCan » Mi 09. Feb 2005, 09:19

Hallo,

einen Titel für dieses Posting auszudenken, war für mich etwas schwierig, aber ich denke er fasst meinen Gesamteindruck von GSG ganz gut zusammen.

Also, um meine Existenzberechtigung in diesem Forum zu sichern, habe ich mir auch einmal ein Brümmer-Buch zugelegt. Meine Wahl fiel dabei auf GSG - nicht etwa weil ich schon alles kann, was GGL und GEGL bieten, sondern weil ich schon eine Menge Gitarrenbücher für Einsteiger besitze. Und da ich sowieso eher den Gitarrenunterricht bei einem Lehrer anstrebe, kaufe ich in letzter Zeit nur noch "Fortgeschrittenenliteratur". D. h. ich gucke schon einmal nach Büchern, die spezielle Themen mehr im Detail beleuchten wie Stilstudien von bekannten Gitarristen oder eben GSG oder auch verschärfte Techniksachen wie Total Guitar Technik von Peter Fischer.

Im Augenblick bin ich noch meilenweit davon entfernt, den richtigen Nutzen aus solchen fortgeschrittenen Büchern zu ziehen. Aber ich denke, wenn ich erst einen bestimmten Level erreicht habe, werde ich mich auch einmal um GSG kümmern.

Was finde ich nun so gut an diesem Buch?
Nun, zum einen enthält es nicht einfach eine Reihe von Übungen, die man einfach nur platt nachspielt. Gut, die gibt's auch. Aber oft finden sich Aufgaben, die einen regelrecht zum mitdenken auffordern.
Außerdem schildert bb nicht nur, was man spielt, sondern auch, was man damit bewirkt, wenn man es spielt.
Damit dieser letzte Satz nicht ganz so nebulös herüberkommt, gebe ich dazu einfach einmal ein Beispiel:
Kirchentonleitern (engl. modes)
In etwa 80 - 90% aller mir bekannten Gitarrenbücher wird erklärt, wie man diese spielt. Es wird aber nicht erklärt, wie diese klingen - oder besser, wie die Gitarre klingt, wenn man diese spielt.

GSG ist da ganz anders. Zunächst wird ausführlich der Klangcharakter der einzelnen Tonleitern erklärt - und dann schildert bb auch, wie man dafür sorgen kann, dass ein Solo nach einer bestimmten Tonleiter klingt. Besonders letzteres habe ich noch nirgendwo anders gefunden. Ich habe mir das immer so zusammengereimt, dass der Klangcharakter einer bestimmten Tonleiter im Zusammenhang mit der darunter liegenden Begleitung zustande kommt.

Nun könnte man mich ja fragen, wieso ich mir darüber überhaupt Gedanken mache. Schließlich ist ja C-Dur etwas anderes als a-Moll oder mixolydisch etc.

Aber genau das erscheint mir eben nicht ganz so klar. Denn schließlich enthalten C-Dur, a-Moll und etwa ein halbes Dutzend Kirchentonleitern genau die gleiche Menge von Tönen. Man fängt halt beim spielen einer solchen Tonleiter auf einem anderen Grundton an. Und wenn man so eine dieser Tonleitern rauf und runter spielt, hört man auch durchaus den Unterschied zwischen den Tonleitern.
Aber was ist, wenn ich ein Solo in einer dieser Tonleitern spielen will. Da spiele ich ja keine Tonleitern rauf und runter - oder sollte es wenigstens nicht tun. Möglicherweise fange ich mein Solo nicht einmal auf dem Grundton der Tonleiter an. Wie bekomme ich es hin, dass der Zuhörer dennoch den Klangcharakter meiner erwählten Tonleiter wahrnimmt?

Dieses - und viele andere wunderbare Dinge - werden in GSG erklärt!
JerryCan
 
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Beitragvon Jon-Bon » Di 24. Apr 2007, 22:27

Kann mich nur anschließen!
Jon-Bon
 
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